|
Als Drachenfliegen Anfang der 70er bekannt wurde, schauten viele Piloten
auf die Einfachheit unserer Flugzeuge und versuchten eine warnende
Bemerkung in Bezug auf die Ungeeignetheit für starke Wetterbedingungen
anzubringen. Dr. Paul MacCready, Jr. schrieb einen sehr gründlichen
und technischen Artikel, der im Ground Skimmer Magazin im Januar 1975
und nochmals im Hang Gliding Magazin im Januar 1978 veröffentlicht
wurde, in dem er die Gefahren des Drachenfliegens in starken Wetterbedingungen
analysierte und vor ihnen warnte. Ich will hier nicht weiter auf die
technischen Aspekte dieses Artikels eingehen, aber es ist lehrreich,
sich ein paar seiner Schlussfolgerungen anzuschauen:
Starke Winde, mit starker Sonneneinstrahlung über rauhem, unebenem
Gelände sind einfach keine akzeptablen Bedingungen, um mit einem Drachen
zu fliegen.
Natürlich möchte ich nicht behaupten, dass man
den Flug nicht machen könnte, aber dass der Flug sehr unangenehm werden
kann und dass, wenn man der Natur viele Möglichkeiten gibt, große
Schwierigkeiten zu verursachen, sie es eventuell tun wird. .. Zwanzig
Knoten Wind, was oft zum Hangfliegen genutzt wird, kann sich als über
dem Sicherheitslimit für alle herausstellen, trotzdem es das konservativste
Fliegen an idealen Fluggebieten ist.
Ein Drachen kann nicht
wirklich sicher geflogen werden, es sei denn die Turbulenz ist beträchtlich
kleiner als seine geringste Fluggeschwindigkeit. Dies würde das Fliegen
auf zehn Knoten Wind oder weniger beschränken.
Wenn Warnungen wie diese von der Luftfahrt-Gesellschaft
ausgesprochen wurden, schien dies ein Teil der Drachenflieger als
wirksame Herausforderung an ihre Manneskraft anzusehen und ihre Antwort
darauf war, alles zu tun was sie konnten, um zu beweisen, dass
die alten Thesen falsch sind. Deshalb hatten wir eine 25 Jahre
lange Geschichte mit Drachenpiloten in extremen Wetterbedingungen,
die im Wettkampf vor einer Gewitterfront zum Ziel rasten, in Cumulonimbuswolken
gesaugt wurden und dort erfrohren, aus dem Himmel getrudelt sind,
bei der Landung crashten, da sie durch die Turbulenzen die Kontrolle
über ihren Drachen verloren, und so weiter.
Als Gleitschirmfliegen Anfang der 90er bekannt wurde, warnten viele
Drachenpiloten vor den Gefahren des Gleitschirmfliegens in starken
Winden und Mittagsthermik. Ein Teil der Gleitschirmgemeinschaft schien
dies als wirksame Herausforderung an ihre Manneskraft anzusehen und
ihre Antwort darauf war, alles zu tun was sie konnten, um zu
beweisen, dass die alten Thesen falsch sind. Und nun haben wir
einen neuen medizinischen Fall, genannt die Gleitschirm-Hinken
the paraglider limp - und wir mussten zu einigen
sehr guten Freunden, die es schafften 25 Jahre Drachenfliegen auf
dem höchsten Könnensstand zu überleben, Goodbye sagen, weil sie durch
einen unvorhersagbaren Gleitschirmkollaps umkamen.
Unserer
Meinung nach, hat die Geschichte gezeigt, dass Dr. MacCready mehr
als Recht hatte. Nach unserer Meinung sind die modernen Gleitschirme
nicht besser im Windhandling, als die Drachen von 1975, vielleicht
sogar noch schlechter. (Unserer Meinung nach, sind auch moderne Drachen
nicht fähig, die von MacCready dargestellten Wettergrenzen in irgendeinem
bedeutenden Grad zu übertreffen.)
Bitte nimm zur Kenntnis, dass wir nicht jedem vorschreiben wollen,
was er tun oder nicht tun soll. Wir glauben an die Freiheit der Auswahl.
Wir fühlen uns nicht besonders belästigt von Piloten, die eine informierte
und bewußte Entscheidung treffen, um die bedeutsamen Risiken zu akzeptieren,
die sie im Austausch für das, was sie dafür an bedeutsamer Belohnung
erhalten, eingehen. (Wir stimmen vielleicht nicht mit ihrer Meinung
überein, und wir mögen es vielleicht vorziehen, dass sie dies mit
einem Drachen von jemand anders unternehmen, aber das steht auf einem
anderen Blatt.) Was uns ärgert ist, dass Piloten im Allgemeinen dazu
neigen, darauf zu schauen, was andere machen in dem Bereich,
in dem Piloten Entscheidungen treffen - anstatt den Maßstab, von dem
was richtig und ratsam ist, zu repräsentieren. In dem Interesse in
Zukunft so wenig wie möglich Freunde zu verlieren und wir würden
gerne jeden Piloten als einen Freund ansehen würden wir gern
zur Kenntnis geben, dass unserer Meinung nach zur Zeit zu viele Gleitschirm-
und zu viele Drachenpiloten zu weit über ihrem Sicherheitslimit in
Bezug auf Wind- und Wetterbedingungen fliegen, die sie aussuchen sollten,
um darin zu fliegen (und in vielen Fällen auch die Manöver bzw. Flugfiguren,
die sie sich aussuchen zu fliegen).
Thanks for listening.
|